Es ist so wundervoll, dass jede Jahreszeit kulinarisch besondere Leckereien zu bieten hat. Heute widmen wir uns dem wirklich allerbesten Zwiebelkuchen! Das Rezept habe ich mit ganz wenigen Modifikationen von meiner Mutter übernommen, und mir ist bisher kein besserer Zwiebelkuchen über den Weg gelaufen. Die schlimmsten Exemplare werden von den vielen Bäckereiketten angeboten. Der Blick in die Vitrine offenbart schon: Der schmeckt nicht!

Insofern sehe ich es als meine Kernaufgabe, das nachfolgende Rezept unter das Volk zu bringen und allen Genießern einen richtig leckeren Zwiebelkuchen zum Federweißen (unbedingt im 0,5 Liter Pfälzer „Dubbeglas“) aufzutischen.

Vorbemerkung: Am besten schmeckt der Zwiebelkuchen, wenn man ihn backt, einfriert und dann bei Bedarf stückeweise im Ofen aufbackt. So wird er auf jeden Fall unten knuspriger und noch leckerer!

Rezept Zwiebelkuchen

für ein Backofenblech (ich nehme allerdings lieber eine rechteckige Blechkuchenform 37cm x 25cm x 7cm)

Zutaten:

Teig:

500 gr Weizenmehl Typ 550
100 gr Sanella
40 gr Hefe
250 ml Milch
2 TL Salz
1 Prise Zucker

Füllung:

1 kg Zwiebeln (keine Gemüsezwiebeln)
30 gr Butter
300 gr guter, durchwachsener Speck
250 gr Saure Sahne
3 Eier M
etwas Mehl
Salz/Pfeffer
ggf. Kümmel
50 gr Butter für das Topping

Zubereitung:

  1. Eine Stunde vor der Zubereitung den Speck in das Gefrierfach legen. Er lässt sich so deutlich besser schneiden.
  2. Zunächst schneidet Ihr den Speck dann in kleinere Stücke und separiert ca. 60 gr, die später auf dem Zwiebelkuchen platziert werden.
  3. Für den Hefeteig erwärmt Ihr 100 ml der Milch lauwarm (nicht heiß!), gebt einen halben TL Zucker hinzu und zerkleinert dann die Hefe in das nicht mehr auf der Herdplatte stehende Gefäß. Kurz umrühren und die Hefemilch ca. 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
  4. In eine Rührschüssel gebt Ihr die 500 gr Mehl und macht in der Mitte eine Mulde. In diese Mulde gießt Ihr dann die Hefemilch. Mit einem Löffel mit ein bisschen Mehl verrühren und wiederum ca. 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Danach sollte der Vorteig so aussehen wie auf dem Bild unten.
  5. In der Zwischenzeit schält Ihr die Zwiebeln, halbiert sie und zerkleinert sie dann im Aligator. Lasst es mich so sagen: Ohne dieses Tool gäbe es bei uns keinen Zwiebelkuchen! 😀
  6. Dann mit den 30 gr Butter den Großteil des Specks (240 gr) anbraten. Nach 3-4 Minuten gebt Ihr die zerkleinerten Zwiebeln dazu und reduziert die Hitze. Mit Deckel versehen die Zwiebeln 6-8 Minuten schön glasig dünsten. Ab und zu umrühren. Die Zwiebeln dürfen auf keinen Fall braun werden.
  7. Während die Zwiebeln dünsten fügt Ihr in Eure Rührschüssel die restlichen Zutaten für den Teig hinzu: die restlichen 150ml lauwarme Milch, die Sanella und 2 TL Salz. Den Teig gut durchkneten (lassen) und dann auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick ausrollen.
  8. Auf das Backblech bzw. den Boden der Blechkuchenform Backpapier legen und den Teig gleichmäßig auslegen. Achtung: Wenn Ihr Euch für die ganz oben erwähnte Blechkuchen Springform entscheidet, dann nehmt von dem Hefeteig ca. eine Hand voll weniger damit das Verhältnis Teig zu Füllung passt.
  9. Der Teig soll auf dem Blech nochmal 15 Minuten ruhen.
  10. Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  11. Den Topf mit den Zwiebeln nehmt Ihr dann von der Herdplatte und gebt unter Rühren soviel Mehl hinzu bis die Flüssigkeit vom Dünsten im Topf gebunden ist. Dann lasst Ihr die Zwiebelmasse ca. 10 Minuten abkühlen.
  12. Dann die saure Sahne und die verquirlten Eier unterrühren, kräftig salzen und etwas Pfeffer hinzugeben. Wenn Eure Eier zuverlässig frisch sind, dann schmeckt die Masse ab. Bezüglich Salz sollte es nach Eurem Geschmack eher am oberen Limit liegen. Durch das Backen verliert sich das etwas und ein zu milder Zwiebelkuchen ist nicht so lecker. Das Optimum kennt ihr dann nach dem zweiten oder dritten Versuch. Wenn alle hungrigen Mäuler Kümmel mögen, dann gebt nach persönlichem Geschmack auch Kümmel in die Masse.
  13. Die Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Speck und Butterflocken auf die Füllung geben. Sofern nicht jeder Eurer Gäste Kümmel schätzt, dann würzt jetzt den entsprechenden Anteil des Zwiebelkuchens.
  14. Bei 200 Grad im Backofen auf mittlerer Schiene ca. 40 Minuten backen bis er goldgelb/leicht bräunlich wie auf dem letzten Foto ist.
Print Friendly, PDF & Email