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Darf ich vorstellen, zwei weitere hervorragende Vertreter der angesagten Rebsorte aus Manduria in Apulien. Rein zufällig, aber auf der anderen Seite auch mehr als willkommen, stammen diese beiden Rotweine ebenso aus der Cantine San Marzano wie der bereits erwähnte Gran Pumo D’Oro 2014. Der Primitivo verdankt seinen Namen übrigens der frühen Reife im Jahresverlauf (ital. primo = der Erste).

Es tut mir ja leid, dass ich schon wieder mit Primitivo um die Ecke komme und nicht mal mit einem Pfälzer Grauburgunder oder einem französischen Sauvignon. Insofern muss es sich bei mir wohl um einen Rotwein Fan handeln, oder? Korrekt! Bisher standen allerdings spanische Rioja bei mir auf Platz eins der Favoritenliste. Die Spanier müssen sich daher den ersten Platz zumindest mit den Italienern teilen solange das Rennen nicht entschieden ist (sofern das jemals entschieden werden kann). Ich verspreche aber, dass in 2019 auch der ein oder andere Weißwein sein Platz in meinem Blog findet!

Die beiden Weine sind mehrfach prämiert. Bevor wir zum Geschmack kommen sei gesagt, dass der Sessantanni regulär bei 22,-€ und der Sessantana bei 15,-€ liegen (Hanseatisches Wein- und Sektkontor HAWESKO). Darüber hinaus kann man – so wie ich – Glück haben und einen sehr guten Angebotspreis ergattern! 🙂

Sessantanni, DOC, Vintage 2015:

Die Flasche ist wuchtig und schwerer als der Durchschnitt. Der Wein mit dem hohen Qualitätssiegel DOC darin auch. Wie bei jedem Jahrgang des Sessantanni sind sich die Sommeliers weltweit einig, dass diesem edlen Rotwein Prädikate umgehängt werden müssen. Wer es genau wissen möchte, der kann die lange Liste von 2018 (für den Jahrgang 2015) hier nachlesen.

Der Wein färbt das Glas undurchdringlich dunkelrot und vermittelt schon was den Genießer auf der Zunge erwartet. Eine Fülle von roten Früchten kombiniert mit feinen und unaufdringlichen Tanninen, Vanille- und Schokoladenoten, die im Mund eine langanhaltenden und ausgewogenen Genuss erzeugen. Der Charakter von über 60 Jahre alten Rebstöcken verteilt sich seidig auf der Zunge. Man vergisst das Preisschild für einen Moment und inhaliert und schmeckt einfach nur genüsslich die ganze komplexe Geschmacksvielfalt dieses Primitivo. Egal ob zum würzigen Rind, zum Lammbraten oder asiatischen Gerichten, der Sessantanni kann sich problemlos durchsetzen und lässt gemeinam mit dem Essen Geschmacksexplosionen erleben.

Sessantina, Salenta IGP, 2018:

Der Sessantina ist ebenfalls halbtrocken und mit dem Qualitätssiegel IGP vergleichbar mit einem deutschen Landwein. Er ist eine ganze Stufe leichter und kommt nicht ganz so komplex um die Ecke. Der Sessantina ist ein junger Wein, der schon von der Farbe her ein nicht ganz so tiefgründiges Geschmackserlebnis vermuten lässt wie beim Sessantanni. Genießt man diesen Primitivo zu einer  mediterranen Pasta oder einer leckeren Brotzeit, dann ist er ein leichter und leckerer Begleiter.

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