Wenn einen im Herbst die vielen bunten Kürbisse anlachen dann denke ich immer sofort: „Oh, ich muss schnell eine Hokaidosuppe kochen bevor die Kürbissaison wieder vorbei ist!“

Dieses Jahr hat es auch wieder rechtzeitig geklappt, und ich möchte Euch nachfolgend meine asiatisch angehauchte Variante dieser weitläufig bekannten Hokaidosuppe vorstellen. Holt den großen Suppentopf aus dem Schrank und macht Euch auf das Gegenteil einer langweiligen Suppe gefasst!

Kleiner Einkaufstipp: Die Pinienkerne von Aldi sind gut und um einiges günstiger als im Supermarkt.

Rezept Hokaidosuppe Asian Style

Zutaten:

1 mittelgroßer Hokaido Kürbis
1 große Zwiebel
1-2 Stengel Zitronengras
daumengroßes Stück frischer Ingwer
2 Knoblauchzehen
4-5 EL Olivenöl
ca. 1,5 Liter Wasser
gekörnte Gemüsebrühe
1 Dose Kokosmilch (cremig, nicht fettreduziert!)
1 Pck. Pinienkerne
Salz
Pfeffer
Chilipulver
„Farben von Jaipur“ Gewürz von Herbaria (oder ein anderes asiatisches Gewürz mit Geschmacksnoten von Koriander, Kurkuma, Zimt, Kreuzkümmel…)
ggf. etwas Koriander/Petersilie zur Deko

Zubereitung:

  1. Wascht zunächst den Kürbis heiß ab und trocknet ihn gut ab. Warum? Der Hokaido ist recht hart und flutscht nass schnell und gerne aus der Hand und schon liegt Euer abgetrennter Zeigefinger auf dem Schneidebrett!!!!!
  2. Den Kürbis achteln und mit einem kleinen Messer die Kerne inkl. faserigem Fruchtgewebe herausschneiden. Die Zwiebel befreit Ihr von der Pelle, den Ingwer auch und dann würfelt Ihr alles in größere Stücke…..den Ingwer in kleine. Und ja, den Kürbis inkl. Schale.
  3. Im großen Suppentopf bedeckt Ihr den Topfboden mit 4-5 EL gutem Olivenöl und erhitzt es.
  4. Dann landen alle Kürbis-, Zwiebel und Ingwerstücke im Topf und Ihr bratet unter mehrfachem Umrühren alles ca. 5 Minuten an. Es darf gerne leicht braun werden – die berühmten Röstaromen 😉
  5. Jetzt gebt Ihr den klein gewürfelten Knoblauch hinzu und erhitzt 1,5 Liter in Eurem Wasserkocher.
  6. Soviel Wasser angießen bis alles im Topf gerade so mit Wasser bedeckt ist. Pro Liter Wasser 4 TL gekörnte Gemüsebrühe hinzugeben und alles umrühren.
  7. Die Zitronengrasstengel in der unteren Hälfte halbieren und mit dem Messergriff die unteren Zentimeter des Stengels etwas weich klopfen. Ab damit in die Suppe (wenn Ihr mit dem Zitronengrasaroma etwas vorsichtiger sein wollt, dann nehmt nur 1 Stengel).
  8. Bei kleiner Hitze und geschlossenem Topf lasst Ihr alles ca. 30 Minuten köcheln bis die Kürbisstücke ganz weich sind.
  9. Die Zeit könnt Ihr nutzen, um in einer beschichteten Pfanne die Pinienkerne ohne Fett anzurösten. Seid mit der Temperatur vorsichtig, rührt ab und zu um und bleibt unbedingt bei der Pfanne. Sobald die Pinienkerne leicht gebräunt sind füllt Ihr sie in eine kleine Schüssel. Ein Verbleib in der Pfanne hätte durch die Resthitze schwarze Folgen 😉
  10. Nach der Garzeit den Topf vom Herd nehmen, die Zitronengrasstengel komplett entfernen und mit dem Mixstab den gesamten Topfinhalt sehr ausführlich pürrieren. Die Konsistenz wird Euch wahrscheinlich noch nicht suppenähnlich erscheinen, aber wir sind ja auch noch nicht fertig.
  11. Jetzt gebt Ihr die Dose Kokosmilch hinzu. Ist die Suppe dann immer noch zu dickflüssig, dann ergänzt Ihr einfach so lange Gemüsebrühe bis die Konsistenz der Hokaidosuppe aus Eurer Sicht optimal ist. Sie sollte nicht zu dünn sein….erstens kleckert man dann beim Essen und die dekorativen Pinienkerne gehen unter!
  12. Bei leichter Hitze setzt Ihr die Suppe wieder auf den Herd und beginnt mit dem Würzen und Abschmecken. Beginnt als erstes mit dem Salz. Dann folgen Chili und Asiagewürz. VORSICHT: Es ist immer wieder erstaunlich wie sehr die Scharfmacher mit fortschreitender Kochzeit noch mehr Schärfe entwickeln. Insofern seid lieber etwas vorsichtig und sparsam mit den „gefährlichen“ Gewürzen.
  13. Zum Servieren ein paar Pinienkerne in die Mitte streuen. Für eine feine Säure machen sich ein paar Kleckse Balsamico Creme sehr gut (wenn auch nicht asiatisch).
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