Auf der Suche nach einem neuen Aperitif, abseits von Rosato, Lillet, Aperol usw. bin ich auf einen Granatapfel Likör namens „Zickengold“ von der Kornbrennerei Boente gestoßen. Die Flasche erweckte meine Neugier, da es bei etwas Hintergrundbeleuchtung so aussieht, als ob in der Flasche eine Frau – vermutlich eine Zicke – gefangen sei. Als weitere Zutat suchte ich in dem gut sortierten Markt nach einem Granatapfel Saft. Ich wollte mir die Sauerrei beim Öffnen eines Granatapfels ersparen und wurde fündig (Van Nahmen). Das ist allerdings ein Produkt, das man nicht überall bekommt. Als dritte Zutat hatte ich Prosecco im Sinn – dieser lag rein zufällig schon im Kühlschrank 😉

Zunächst probierte ich den Granatapfel Likör. Sehr süß – aber wirklich lecker. Zusammen mit Prosecco würde der Aperitif wahrscheinlich zu süß. Das sollte man bei einem Aperitif eigentlich vermeiden, da die Süße die Geschmackssensoren auf der Zunge verklebt und der Geschmackssinn die dann folgende Vorspeise nicht gut wahrnehmen kann.

Insofern ruhte meine Hoffnung nach einer etwas herben Note ganz auf dem Granatapfel Saft. Bingo. Pur schmeckt der Saft wirklich herb und bildete so das Gegengewicht zu dem süßen Likör und dem trockenen aber nicht so herben Prosecco. Das Gute an der Kombi ist, dass man mit der Saftmenge die individuell gewünschte Geschmacksnote je nach Wunsch variieren kann.

Meine Empfehlung:

1/3  Granatapfel Likör
1/3  Prosecco
und dann mit etwas Saft abschmecken und probieren. Ggf. den Saftanteil erhöhen wenn es etwas herber sein soll.
2-3 kleine Eiswürfel

Als Deko musste eine Limettenscheibe herhalten. Granatapfelkerne sehen natürlich nett aus, aber das macht den Trinkvorgang etwas uneleganter….ein Strohhalm (nicht aus Plastik!) müsste herhalten. Das spare ich mir…..ebenso wie das Pressen von Granatapfel Saft!

Cheers!

Granatapfel Aperitif
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